Wissenswertes 

Pädagogisches Thema 

Wie das infantile Spiel die Identitätsentwicklung von Kindern beeinflusst und welche pädagogischen Unterstützungsmöglichkeiten bestehen, habe ich im Rahmen meiner Bachelor Arbeit untersucht.

Zentrale Erkenntnis ist, dass das kindliche Selbst im sozialen Austausch entsteht. Das Spiel wirkt dabei identitätsstiftend, indem es Kindern ermöglicht, Erfahrungen zu verarbeiten, Rollen zu erproben und sich als wirksam zu erleben. Anhand von Spielstufen wie Explorations-, Phantasie-, Konstruktions-, Rollen- und Regelspiel wird die Verbindung zur Identitätsentwicklung aufgezeigt. Besonders das Phantasie-, Konstruktions- und Rollenspiel leisten einen zentralen Beitrag, während Explorations- und Regelspiel Rahmenfunktionen übernehmen.

Pädagogische Fachkräfte haben eine Schlüsselrolle: Durch gezielte Spielbegleitung (direkt und indirekt) können sie Kindern helfen, sich mit Erlebtem auseinanderzusetzen und ihre Identität zu stärken.

Fazit:
Das Spiel ist ein elementarer Bestandteil kindlicher Identitätsentwicklung. Es ermöglicht Ausdruck, Verarbeitung und Selbstwirksamkeit – grundlegende Bausteine für eine stabile Persönlichkeit. 

Persönlichkeitsentwicklung 

Dreiklang der Resilienz 
Resilienz ist nicht eine einzelne Eigenschaft, sondern vielmehr ein komplexes Konstrukt. Es definiert, welche Voraussetzungen Menschen für den Umgang mit aversiven Umständen mitbringen, wie sie diese meistern und was dabei herauskommt. 
Forschende definieren Resilienz als eine Art Prozess, der drei Abschnitte umfasst: Er beginnt erstens mit den Ressourcen oder der Kapazität eines Individuums, etwa ob soziale Unterstützung zu Verfügung steht oder ein ausgeprägtes Selbstwirksamkeitsgefühl vorhanden ist. Zweitens gehören Erleben und drittens der Umgang mit den schwierigen Umständen dazu, dies zeigt sich etwa an einer guten Selbst- und Emotionsregulation. 
Wichtig zu wissen: Wir sind im Verlauf unseres Lebens nicht immer gleich resilient!